Erstgespräch
Das Erstgespräch ist ein vertrauliches Briefing. Es klärt, ob die Aufgabe mit privaten Untersuchungsmethoden lösbar ist, in welchem Format, in welchen Rechtsordnungen und auf welcher rechtlichen Grundlage.
Das BLACKFILE-Erstgespräch dient der Arbeitsvorbereitung und ist keine Rechtsberatung. Die Kundensituation wird in eine konkrete Untersuchungsaufgabe überführt: Objekt, Umfang, verfügbare Quellen, rechtliche Grenzen und realistisches Ergebnis werden bestimmt. Anschließend kennt der Kunde die feststellbaren Sachverhalte, Methoden, Fristen und Dokumentationsform.
Das Briefing folgt dem Prinzip möglichst geringer Datenerhebung bei größtmöglichem Kundenschutz. Zunächst werden nur für die Aufgabenbewertung erforderliche Angaben angefordert. Der Kundenname erscheint nicht in Arbeitsunterlagen. Die Anfrage erhält einen internen Code, den nur die Einsatzleitung kennt.
Das Erstgespräch findet vor Vertragsschluss statt und begründet kein Kunden-Dienstleister-Verhältnis. Dieses entsteht erst nach Verifizierung und Unterzeichnung von NDA und auftragsspezifischem Vertrag.
1 Verifizierung und geschützter Kanal
Vor dem Briefing wird der Anfragende verifiziert. Bei sensiblen Aufgaben muss BLACKFILE vor inhaltlichen Gesprächen wissen, mit wem kommuniziert wird. Verifizierung bedeutet keine interne Offenlegung der Kundenidentität, sondern die Bestätigung, dass die Anfrage echt, rechtmäßig und kein Versuch ist, fremde Informationen zu erlangen.
Die Kommunikation erfolgt verschlüsselt über ein geschütztes Anfrageformular, PGP oder einen geschlossenen BLACKFILE-Kanal. Aufgaben werden nicht in offenen Messengern, per gewöhnlicher E-Mail oder telefonisch besprochen. Ein Erstkontakt über offene Kanäle wird vor dem inhaltlichen Gespräch in einen geschützten Bereich verlegt.
2 Vorbereitung auf das Briefing
Die Gesprächsqualität hängt davon ab, wie knapp und strukturiert der Kunde die Situation darstellt. Besonders wirksam ist eine kurze, sachliche Zusammenfassung ohne Wertungen, mit klarer Trennung zwischen gesichertem Wissen, Annahmen und offenen Fragen.
- Die Situation in wenigen Sätzen: Was geschah wann, und wer ist beteiligt?
- Chronologie zentraler Ereignisse mit zumindest ungefähren Daten.
- Betroffene Rechtsordnungen: Unternehmenssitze, Vermögensstandorte sowie Ort eines laufenden oder geplanten Rechtsstreits.
- Rechtmäßig vorhandene Unterlagen: Verträge, Korrespondenz mit der anderen Partei, Gerichtsentscheidungen, Auszüge und Unternehmensdokumente.
- Verfahrensstand: laufender Prozess, Vollstreckungsverfahren oder Einschaltung von Strafverfolgungsbehörden.
- Benötigtes Ergebnis: Situationsverständnis, Beweisgrundlage, Vermögenssuche, Risikobewertung oder Aufenthaltsfeststellung.
- Grenzen: Fristen, vollständige Vertraulichkeit und ausgeschlossene Kontakte zu bestimmten Personen.
- Informierter Personenkreis: Wer kennt die Aufgabe, und wer in der Kundenorganisation erhält Ergebniszugriff?
3 Was Sie nicht senden sollten
Bestimmte Materialien nimmt BLACKFILE nicht an, auch nicht über geschützte Kanäle. Ihr Erhalt schafft rechtliche Risiken für den Kunden und kann Ergebnisse für Verfahren unbrauchbar machen.
- Daten aus geschlossenen staatlichen Informationssystemen.
- Material aus geleakten Datenbeständen oder anderen illegalen Quellen.
- Fremde private Korrespondenz ohne rechtmäßigen Kundenzugang.
- Aufzeichnungen und Daten von Geräten oder Konten, die dem Kunden nicht gehören.
- Material, das durch unbefugten Zugriff auf fremde Infrastruktur erlangt wurde.
4 Ablauf des Briefings
Das Briefing führt eine Fachperson des zuständigen Bereichs. Es umfasst Sachverhalt, Rechtskontext, Quellenzugang, Aufgabenrahmen und Kundenrisiken. Die Dauer richtet sich nach der Komplexität: Übliche Anfragen lassen sich in einem Gespräch klären; Konflikte in mehreren Rechtsordnungen und Krisen können nach einer ersten Auswertung ein weiteres Briefing erfordern.
Zugleich wird die Zulässigkeit geprüft. BLACKFILE übernimmt keine Aufgaben, die rechtswidrige Methoden verlangen, grundlegenden ethischen Prinzipien widersprechen oder Unbeteiligte gefährden. Eine Ablehnung ist ein reguläres mögliches Ergebnis und wird klar begründet.
5 Ergebnis des Erstgesprächs
Das Briefing führt zu einer konkreten Arbeitsentscheidung. Der Kunde erhält ein Dokument oder eine mündliche Zusammenfassung aller wesentlichen Punkte vor Vertragsunterzeichnung.
- Formulierung der Untersuchungsaufgabe und ihrer Grenzen.
- Arbeitsformat: Basis, Erweitert oder Executive.
- Liste der einbezogenen Rechtsordnungen und Quellenarten.
- Ausführungsdauer und Zwischenberichterstattung.
- Kosten und gesondert zu zahlende Ausgaben.
- Ergebnisformat: Analysebericht, Risikokarte, Beweispaket oder Strategievermerk.
- Grenzen und Risiken: Was lässt sich aus welchem Grund nicht feststellen?
- Entscheidung über Vertrag und NDA oder begründete Ablehnung.
6 Vertraulichkeit der Anfrage
Briefingunterlagen werden anonymisiert. Projekte bleiben voneinander getrennt: eigene Teams, Infrastruktur, Protokolle und Codenamen. Kundendaten überschneiden sich nicht. Informationen werden weder auf öffentlich genutzten Servern gespeichert noch an Dritte weitergegeben.
Kommt nach dem Gespräch kein Vertrag zustande, werden die Arbeitsunterlagen gemäß internem Protokoll vernichtet. Schon die Tatsache der Anfrage bleibt vertraulich, auch gegenüber Partnern von BLACKFILE.
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