Verbindungsanalyse
Eine Methode zur Erkennung und Visualisierung von Beziehungen zwischen Personen, Unternehmen, Adressen, Vermögenswerten und Ereignissen, um nicht offensichtliche Verbindungen und Kontrollzentren sichtbar zu machen.
Praktische Bedeutung
Einzelne Fakten belegen selten ein Muster. Erst mehrere Überschneidungen machen es sichtbar: eine gemeinsame Adresse, ein wiederkehrender Geschäftsführer oder übereinstimmende Daten. Die Verbindungsanalyse ordnet verstreute Einträge zu einer Struktur, die direkte und mittelbare Beziehungen zeigt.
Anwendungsbereiche
- Untersuchungen zu Unternehmensbetrug
- Suche nach verborgenen Vermögenswerten
- Prüfung von Eigentumsstrukturen
- Erkennung von Interessenkonflikten
Was der Begriff nicht bedeutet
Eine Verbindung bedeutet keine Absprache oder Rechtsverletzung. Sie ist ein Fakt, dessen Interpretation Kontext und Sorgfalt erfordert.
Unterschied zu «Eigentumsstruktur»
Die Eigentumsstruktur ist das formale Bild laut Registern. Die Verbindungsanalyse erfasst auch informelle Überschneidungen: Adressen, Daten und gemeinsame Beteiligte. Mehr zum Begriff
Neutrales Beispiel
Drei «unabhängige» Lieferanten sind unter derselben Adresse registriert. Ihre Geschäftsführer arbeiteten früher im selben Unternehmen wie ein Mitarbeiter der Einkaufsabteilung des Kunden.
Verwandte Begriffe, Leistungen und Leitfäden
Definition geprüft 3 August 2026
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